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Es gibt eine Studie, die zeigt, dass die Lebenserwartung von Arm und Reich gleichermaßen von der Größe der sozialen und ökonomischen Spaltung abhängt. Ist die Spaltung extrem groß, sinkt zwar die Lebenserwartung der Unterschicht und der Mittelschicht extrem, doch die Angst der Reichen vor dem Volk zehrt auch an deren Nerven, sodass die Lebenserwartung der Reichen in sozial und ökonomisch ausgeglichenen Ländern signifikant höher ist.

Wir sehen gerade einen Superreichen auf der Flucht. Dass Peter Thiel eine dissoziale (oder antisoziale) Persönlichkeitsstörung hat, ist ja nun bekannt. Ebenso wie Frau Weidel lebt er seine Homosexualität aus, predigt ein evangelikales Christentum und hält Demokratie und Wettbewerb für Schwäche.

Aber auch ihn treibt die Angst, in Amerika den Bogen überspannt zu haben. Seine ideologische Grundausrichtung kann eben zu Elend und gesellschaftlichen Spannungen bis hin zu revolutionären Aufständen führen. Oder es könnte, solange die Diktatur in Amerika noch nicht in Gänze abgesichert ist, eine andere Mehrheit dafür sorgen, dass er vor Gericht gezogen und verurteilt wird.

Selbst eine solche ökonomische und politische Macht, wie sie Thiel hat, ist nicht so groß, dass er nicht von Ängsten verfolgt wird. Schließlich frisst doch jede Revolution ihre Kinder.

Peter Thiel flüchtet also aus Amerika. Kaum gewinnt ein Linker den Bürgermeisterposten in New York und zeigt, wie man es völlig anders machen kann, bekommen die Reichen und Mächtigen es mit der Angst zu tun. Peter Thiel ist ein globaler Kapitalist, der zwar nationale Kräfte und Patriotismus in seiner perversen Form unterstützt, aber eben selber keinen Bezug zur Nation hat. Das sollten sich alle anschauen, die auf die Masche des sogenannten Patriotismus hereinfallen.

Peter Thiel ist also auf der Flucht. Er hat Angst. Der amerikanische Faschismus wackelt und er möchte das Ende nicht in dem Land miterleben, dem er dieses tödlichste und perverseste System menschlicher Dysfunktion zur Macht verholfen hat.

Trump wackelt. Er verliert die Kontrolle, die er zu haben meinte, und ob die Änderung der Wahlbezirke zugunsten der Republikaner seine Macht wirklich absichert, ist angesichts der Fehlschläge des GröPaZ in den letzten Tagen, Wochen und Monaten nicht ausgemacht. Verliert Trump beide Häuser, sind seine Tage als US-Präsident und in Freiheit gezählt.

Wenn ein Mensch wie Peter Thiel schon jetzt die Konsequenzen zieht, ist Amerika vielleicht doch noch nicht verloren. Diese geordnete Flucht macht Hoffnung. Dass Argentinien der neue Ort der Glückseligkeit für eine dissoziale Persönlichkeit ist, verwundert nicht. Milei ist schließlich ein politischer Zwilling und Argentinien das neue Eldorado, nachdem er die Wiederwahl gewonnen hatte.


„Alle Milliardäre dieser Welt, die aus Ländern fliehen wollen, in denen die Regulierung zunimmt, die Steuern steigen und die Regierungen ihre Bürger verfolgen, sind in der Republik Argentinien, dem neuen Land der Freiheit, willkommen“, sagte Manuel Adorni, Mileis Kabinettschef, letzten Monat vor dem Kongress in Beantwortung einer Frage zu Thiel. Thiel, fügte er hinzu, sei „an den tiefgreifenden Reformen interessiert, die wir vorantreiben“.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_101276624/peter-thiel-verlaesst-die-usa-richtung-argentinien.html

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