Wie Frau Reiche bis zu 8,2 Millionen Euro in ihr Image investieren will.
Erinnern wir uns noch an unsere Außenministerin Annalena Baerbock und ihre Ausgaben für Friseur und Make-up? Was für ein Aufstand in der Republik! Die „Bild“-Zeitung, Deutschlands große Fakenews- und Dreckschleuder, echauffierte sich, und die Republik echauffierte sich gleich mit.
11.000 Euro! Der „Focus“, die „BILD“ für Schlipsträger, grub sogar eine Friseurin aus Freital aus, die mit Styling-Tipps nicht geizte.
Und heute? Katherina Reiche hat nach ihrer unmaßgeblichen Meinung ein Imageproblem. Sie hat kein Problem mit Inkompetenz, Lobbyismus, Korruption oder einer mittelalterlichen Mitarbeiterführung. Nein, es ist ihr Image, das in der Öffentlichkeit völlig verkehrt wahrgenommen wird.
Ihr Gebäudemodernisierungsgesetz ist so grottenschlecht, dass ihr nun wirklich keiner mehr auch nur einen Hauch von Kompetenz zuschreibt. Keiner mag sie mehr.
Wir haben nun eine Woche der Sparappelle und des Gürtel enger schnallen hinter uns, da überrascht uns Frau Reiche mal wieder. Alle reden vom Sparen, Katherina nicht.
Wenn man keine Politik, sondern Lobbyinteressen abarbeitet und das so dilettantisch, dass selbst die eigene Klientel nicht mehr gut auf einen zu sprechen ist, muss man sich keine Fachkompetenz aneignen, sondern braucht zwei Imageagenturen und einen Etat von bis zu 8,2 Mio. Euro. Frau Reiche beschäftigt ja schon genügend auswärtige fossile Fachleute für ihre rückwärtsgewandte Politik: Wie kann man Öl- und Gasheizungen über das Jahr 2045 hinaus retten?
Nun kommen noch zwei auswärtige Beratungsfirmen dazu. Eine davon hat schon Frau Merkel beraten. Wofür braucht das Wirtschaftsministerium eigentlich noch eigene Mitarbeiter:innen?
Und was sagt die Öffentlichkeit zu den bis zu 8,2 Millionen Euro für die Imageberater? Wo bleibt der Aufschrei der Empörung? Er ist nicht sehr laut und nur ein kleines Strohfeuer, das noch nicht einmal bemerkt wurde.
Wir können also ein Fazit ziehen. Außer Imagekampagnen werden wir aus diesem Ministerium nichts Vernünftiges hören. Die Koalition wird das irrsinnige Gebäudemodernisierungsgesetz durchziehen und wir werden mit Home-Storys über Katherina und Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg beschäftigt sein.
Vielleicht kommt es ja zu einer feudalen Lobbyistenhochzeit. Wahrscheinlich, wenn Frau Reiche als Misswirtschaftsministerin das neue Atomzeitalter für die Bundesrepublik ausruft und alle Schreibtische zusammenbrechen, weil wirklich jeder seinen Kopf darauf gehauen hat.
Katherina lässt ihr Image polieren und wir können nur noch mit „Kopf, Tisch” reagieren.
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